Um 18.53 Uhr ertönten am Freitag, den 9. September die Sirenen in Ahrensbök und in Gießelrade. „Feuer im Wirtschaftsgebäude Y“ in Ahrensbök Vorwerk Neuhof, Heikenweide lautete das Einsatzstichwort für die Einsatzkräfte. Das „Y“ bedeutet, dass Menschenleben in Gefahr ist.

Kurze Zeit nach der Alarmierung erschienen die ersten Einsatzkräfte mit dem ELW (Einsatzleitwagen) und erkundeten zunächst die Lage. Es geriet ein Lagerfeuer außer Kontrolle. Drei Verletzte Personen hielten sich noch am Lagerfeuer auf. Zwei Personen waren leicht verletzt, eine weitere Person hingegen hatte schwere Verbrennungen. Vier weitere Personen sind aus Angst in die Scheune gelaufen und haben dort Schutz gesucht. Kurz nachdem der ELW eingetroffen ist, sind weitere Fahrzeuge der Ahrensböker Wehr eingetroffen: das LF 10/6 (Löschgruppenfahrzeug), das LF 8, sowie das TLF 16/24 (Tanklöschfahrzeug). Der erste Atemschutztrupp bekam den Auftrag zur Personensuche in die Scheune vorzugehen. Nur wenige Minuten später standen weitere Atemschutztrupps zur Verfügung. Alle Personen wurden in der stark vernebelten Scheune unter Null-Sicht gefunden. Drei von ihnen hatten Verbrennungen und Verletzungen im Gesicht und an den Oberarmen. Für die letzte Person kam leider jede Hilfe zu spät. Sie verstarb noch an der Einsatzstelle.

Alle Verletzten wurden von der SEG-Einheit (Schnelle Einsatz Gruppe) aus Süsel und Neustadt i. Holstein versorgt und ins Ahrensböker Feuerwehrgerätehaus, welches als Krankenhaus diente, gebracht. Das Objekt lag ca. 400 m vom nächstgelegenen Hydranten weg. Somit stellte die Feuerwehr Gießelrade mit Unterstützung des LF 8 die Wasserversorgung über die lange Wegstrecke sicher. Ein Dank gilt den Einsatzkräften der Feuerwehren Ahrensbök und Gießelrade, sowie der SEG-Einheit und der DLRG aus Neustadt i. Holstein welche die realitätsnahe Unfalldarstellung an den Verletzten durchgeführt hat.

Insbesondere möchten wir uns aber noch bei Herrn Börgers bedanken, der uns das Objekt zur Übung zur Verfügung gestellt hat. Nachdem der Einsatz abgearbeitet war, gab es noch ein gemütliches Grillen im Feuerwehrgerätehaus der Feuerwehr Ahrensbök.